BMZ4000-64

BESCHREIBUNG

Mit der Brandmelderzentrale BMZ 4000-64 ist in vieler Hinsicht eine völlig neue Zentralenkonzeption verwirklicht worden. Hier werden in idealer Weise die Vorteile einer Kompaktzentrale mit der Möglichkeit des modularen Aufbaus vereint. Darüberhinaus ist ein Produkt entstanden, das durch sein ansprechendes, modernes Design sofort Gefallen findet. Die Zentrale ist streng nach den Normen EN-54 Teil 2 und DIN 14675 sowie nach den VdS-Richtlinien entwickelt worden. Die VdS-Systemzulassung ist selbstverständlich. Bei der Entwicklung wurde ausschliesslich unter Verwendung neuester Schaltungstechniken gearbeitet. Das modulare Konzept erlaubt die Verwendung von nur einem Gehäuse für alle Ausbaustufen von 8 bis 128 Meldegruppen.

In Ringtechnologie können bis zu 16 Schleifen mit je 126 Meldern angeschlossen werden. Das bedeutet max. 2016 Melder, die diese Zentrale verarbeiten kann. Darüber hinaus erfolgt eine Vernetzung von max. 32 Zentralen.

Die beschriftete Folientastatur in Verbindung mit dem Dialogfenster und der menügeführten Bedienung gestatten es, dass Gerät ohne Anleitung bedienen zu können. Alternativ kann ein Grafikdisplay mit 240 x 128 dots zum Einsatz kommen. Weitere wichtige Leistungsmerkmale sind: Fernwartung und Ferndiagnose per Telefon-Modem, freiprogrammierbare Meldergruppen, automatische Ruhewertnachführung mit Analogmeldern Apollo XP95, serienmässige Schnittstellen V.24 und redundanter Bitbus sowie gemischter Einsatz von Grenzwertmeldern und adressierbaren Meldern.

Mit dieser Brandmelderzentrale ist eine völlig neue Zentralenkonzeption verwirklicht worden. Hier werden die Vorteile einer Kompaktzentrale mit der Möglichkeit des modularen Aufbaus vereint. Es ist ein Produkt entstanden, das durch sein zeitgemässes Design sofort Gefallen findet. Die Zentrale ist streng nach den Normen EN-54 Teil2 und DIN 14675 sowie nach den VdS-Richtlinien entwickelt worden. Sie ist dafür ausgelegt, sowohl Melder nach dem Stromverstärkungsprinzip als auch adressierbare Analogmelder zu verarbeiten, und das sogar gemischt innerhalb ein und derselben Zentrale.

Bei der Entwicklung wurde ausschliesslich unter Verwendung von neuesten Schaltungstechniken gearbeitet. Das Ergebnis ist eine enorme Vielzahl von Leistungsmerkmalen, die man in dieser Form bisher kaum auf dem Markt gefunden hat. Zugute kommt der Zentrale ein Aufbau und eine Konstruktion mit modernsten Fertigungstechnologien. Dies bedeutet hohe Serienpräzision und schnelle Verfügbarkeit. Der Vorteil dieses modularen Konzepts ist die Verwendung von nur einem Gehäuse für alle Ausbaustufen von 8 bis 64 Meldelinien. Zusätzlich können Steuer- oder Auslösebaugruppen eingesetzt werden, die ebenfalls in dem Gehäuse Platz finden. Auch bei Vollausbau und 72,5 Stunden Notstromüberbrückungszeit ist es nicht erforderlich die Notstromakkus in einem Zusatzgehäuse unterzubringen. Dies erspart unnötige Kosten. Trotzdem liess sich eine sehr flache Bauweise realisieren, sodass, wenn gewünscht, ein unauffälliges Unterbringen der Zentrale in jedem Bereich möglich ist.

Bedienung

Bei der Gestaltung der Frontplatte wurde grösster Wert auf eindeutige Beschriftungen und ein klares Bedienkonzept gelegt. Ziel war es, dass Gerät praktisch ohne Bedienungsanleitung bedienen zu können. Erleichtert wird dies durch die menügeführte Benutzersteuerung in dem grosszügigen LC-Display mit 4 x 20 Zeichen oder alternativ im Grafikdisplay mit 240 x 128 dots. Das LC-Display erleichtert aber nicht nur den Dialog des Benutzers mit der Zentrale, sondern es zeigt auch automatisch alle Zustandsänderungen an, egal ob es sich um Systemmeldungen handelt oder um Meldungen von den Melderbaugruppen. Die übersichtlichen LED-Felder verschaffen zudem bei einem vorliegenden Ereignis sofort einen hervorragenden Überblick über das gesamte System. Als sehr angenehm hat sich die bedienungsfreundliche Folientastatur erwiesen. Die Tasten haben einen sicheren Druckpunkt und die Farbgestaltung unterstützt eine zielsichere Bedienung, nicht zuletzt durch das Aufteilen der Bedienungselemente in umrandete Funktionsblöcke.

Reichhaltige Ausstattung

Ein wesentlicher Grundgedanke bei der Konzeption dieser Zentrale war, eine möglichst umfangreiche Grundausstattung zu bieten, sodass das Gerät nicht durch Module und Zusatzbaugruppen immer wieder verteuert wird, bevor es sich dann um eine funktionstüchtige Zentrale handelt. So sind im Grundausbau nicht nur Stromversorgung, komplette Anschlussplatine und zentraler Koordinationsrechner enthalten, sondern auch das Interface für Feuerwehrbedienfeld und FSK-Adapter. Aber damit noch nicht genug: Die Hauptmelderlinie mit Interventionsschaltung und sogar drei Daten-Schnittstellen, darunter der weitverbreitete Intel-Bitbus, sind serienmässig in der BMZ 4000-64 vorhanden.

Ausbaumöglichkeiten bestehen durch 8er-Melderbaugruppen in Steckkartenform für bis zu 64 Meldelinien. Wahlweise können Melderbaugruppen für Grenzwerttechnik oder für adressierbare Analogmelder eingesetzt werden. Über 64 Meldelinien hinaus wird eine Zentralenvernetzung realisiert, die es ermöglicht dezentral den Brand dort zu erfassen, wo er entstanden ist. Zusätzliche Steckbaugruppen mit potentialfreien Kontakten oder überwachten Steuerlinien sind jederzeit nachrüstbar und ermöglichen variable Brandfallsteuerungen. Um sämtliche Ereignisse zu protokollieren, wird ein Einbaudrucker an eine der vorhandenen Schnittstellen angeschlossen. Dies ist auch im Nachhinein, ohne irgendwelche Programmierungen, möglich.

Programmierung

Die BMZ 4000-64 bietet über das integrierte Bedienfeld, zusammen mit den Funktionstasten, reichhaltige Programmiermöglichkeiten. Die Zentrale ist jedoch ab Werk immer mit Standardwerten vorprogrammiert, sodass sie nach Anschluss der Melder sofort betriebsbereit ist. Die Programmiermöglichkeiten können, müssen aber nicht ausgenutzt werden. 2-Melder- und 2-Linienabhängigkeit sind genauso selbstverständlich möglich wie kundenspezifische Meldertexte zu vergeben. Die Meldergruppen sind freiprogrammierbar und bei den Analogmeldern ist über das Bedienfeld jeder Melder einzeln abschaltbar.
Eine Besonderheit der Zentrale ist sicherlich, im Zusammenhang mit den intelligenten Dialogmeldern, die Fähigkeit für jeden Melder oder für eine Meldergruppe per Bedienfeld den Alarmwert (wann der Melder ausgelöst wird) verändern zu können, dabei aber jederzeit den Überblick über die Alarmwerte zu behalten, weil die Zentrale dies nicht selbständig macht, ohne dass der Benutzer davon etwas merkt. Die integrierte Diagnosefunktion liefert per Tastendruck jederzeit alle relevanten Daten von jeder beliebigen Meldelinie und druckt diese aus.
Die Programmier- und Steuermöglichkeiten werden durch die Verwendung sogenannter XP95-Linienmodule komplett gemacht. Hierbei handelt es sich um Module, die genau wie ein Melder in die Meldelinie integriert werden, allerdings gewisse Steuerungen z.B. durch potentialfreie Kontakte vornehmen können. Mittels der BMZ 4000-64 ist nun möglich Verknüpfungen zu programmieren, die es ermöglichen von jedem beliebigen Melder oder einer Meldergruppe im System irgendein Linienmodul auszulösen. Der immense Vorteil besteht darin, dass für die Linienmodule keine separaten Kabel verlegt werden müssen, sondern alles mit den sowieso vorhandenen Melderkabeln verwirklicht werden kann.

Melder

Die Zentrale ist standardmässig für den Anschluss von Apollo-Meldern vorgesehen. Dies trifft auf die Baureihen S60 und XP95 zu. S60 ist eine Melderserie, die nach dem Stromverstärkungsprinzip arbeitet.
Die XP95-Melder sind adressierbare Dialogmelder. Sie messen die Brandkenngrösse (z.B. Rauch) in der Melderkammer analog und setzen dann mittels eines Analog/Digital-Wandlers die Rauchintensität in einen Zahlenwert um. Innerhalb eines digitalen Impuls-Telegramms wird dieser Wert zusammen mit anderen Informationen an die BMZ übermittelt. Diese Technologie liefert nicht nur mehr Daten an die Zentrale als herkömmliche, adressierbare Melder, sondern bietet auch bei der Installation deutliche Vorteile. Aufgrund der Möglichkeit die Melderkabel als Stich, Stern und/oder Ringbus-Leitung zu verlegen, entfallen jegliche Abschluss- und Alarmwiderstände. Sogar eine Verpolung der Melder ist ausgeschlossen.

Genau wie die Melder erhalten auch die XP95-Linienmodule eine Adresse und werden ebenfalls an die 2-Draht-Leitung der Melder angeschlossen. Dies alles reduziert den Installationsaufwand und damit die Kosten erheblich. Das Besondere an den XP95-Meldern ist jedoch, dass die völlige Kontrolle über die Entscheidung eines evtl. vorliegenden Alarms einzig und allein die Zentrale trifft. Das geht soweit, dass sogar die Melder-LED von der BMZ angesteuert wird. Der Anwender kann mit den oben beschriebenen Programmiermöglichkeiten daher wesentlichen Einfluss auf die Meldelinie ausüben. In jeder Melderbaureihe stehen Rauch- und Wärmemelder sowie Druckknopfmelder und reichhaltiges Zubehör zur Verfügung.

Anschlusstechnik

Die Anschlusstechnik ist sehr übersichtlich gestaltet worden. Am oberen Rand der Anschlussplatine befinden sich ausschliesslich die Klemmen für die Meldelinien. Unten links findet man Klemmen für die allgemeinen Sammelmeldungen, die Zentralenspannungen sowie für die potentialfreien Kontakte. Auch das serienmässige Interface für Feuerwehrbedienfeld und FSK-Adapter befindet sich in diesem Bereich. Ferner findet man noch Klemmenblöcke für Steuerbaugruppen, wie z.B. Relaisplatinen oder überwachte Steuerlinien. Die Melderbaugruppen werden in blaue Führungsschienen eingeschoben und verriegelt.

Die Zentrale bietet zudem Raum für Schnappmodule, die auf eine Schiene nach DIN EN 50022 montiert werden können. Das 220V-Modul an der Seitenwand dient zur Isolierung von Netz- und Signalspannung, nur dort wird die Netzspannung geführt.

Hohe Betriebssicherheit

Bei der Entwicklung dieser Zentrale war die spätere Sicherheit gegen EMV-Störungen ein mitentscheidender Faktor für viele technische Überlegungen. Vor allem im Bereich der Melderbaugruppen wurden höchst innovative Wege begangen, um Baugruppen zu realisieren, die eine extreme Störsicherheit bieten. Das Ergebnis sind mikroprozessorgesteuerte Steckkarten, die nach aussen hin keine empfindlichen Adress- oder Datenleitungen haben, sondern hochintegrierte Controller aufweisen, die durch ihre Systemstruktur keinerlei Angriffspunkte für Störungen bieten.
Sollte dennoch mal eine CPU ausfallen, springt eine zweite ein, die den Betrieb voll aufrecht erhält. Also keine Notredundanz, sondern 100%ige Redundanz mit Erhalt aller Funktionen der Baugruppe. Selbstverständlich werden alle Systemstörungen an den übergeordneten Zentralrechner gemeldet. Auch bei dem äusserst unwahrscheinlichen Ausfall des Zentralrechners ist eine Alarmierung, auch zur Feuerwehr, immer noch gewährleistet. Ein weiterer Beitrag zur Betriebssicherheit ist das sogenannte 230V-Modul. Dies ist eine Art „Black Box“ mit Stahlblechmantel. Nur dorthin gelangt die Netzspannung. Dies birgt zwei Vorteile:

  • Es ergibt sich für den Anwender und den Servicetechniker ein hervorragender Berührungsschutz gegenüber der Netzspannung.
  • Die ohnehin geringe Strahlung des Ringkerntrafos gelangt nicht in den Signalspannungs-Bereich der Zentrale.

Bitbus

Bei dem Intel-Bitbus, mit dem jede BMZ 4000-64 ausgestattet ist, handelt es sich um einen offenen Feld-BUS, der es ermöglicht 250 Teilnehmer in einem Netzwerk mit einer maximalen Ausdehnung von 13,2 km über eine 4-adrige Leitung zusammenzuschliessen. In diesem Netzwerk kommunizieren dann die Teilnehmer und alle Daten des gesamten Systems sind an jeder beliebigen Stelle verfügbar und können dort angezeigt werden. Eine vollständige Überwachung der Anlage ist selbstverständlich.
Aber man ist bei der Konstruktion dieser Brandmelderzentrale sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Die Schnittstelle ist nicht nur einfach ausgelegt worden, sondern doppelt, was einen weiteren Beitrag zur Betriebssicherheit darstellt. Werden aus irgendeinem Grund die Leitungstreiber zerstört, wird durch die überwachende Software automatisch umgeschaltet; im Idealfall auf ein zweites, komplettes Bitbus-Kabel, wie es der VdS für solche Systeme fordert. Dies ist Sicherheit in Perfektion.
Da die BMZ 4000-64 grundsätzlich die Bitbus-Schnittstelle besitzt, können auch im Nachhinein z.B.: LCD-Tableaus oder eine elektronische Einsatzdatei direkt ohne Interfacebaugruppen o.ä. an die Zentrale angeschlossen werden. Dieses BUS-System hat darüber hinaus den grossen Vorteil, dass es sich um einen weit verbreiteten Feld-BUS handelt. Damit ist die Zentrale auch offen gegenüber systemfremden Produkten, sodass man nicht ständig mangels Kompatibilität an eleganten Systemanschaltungen scheitert.

Technische Daten