Mehrere Einbrechergruppen am Wochenende aktiv

«Kriminaltourist» verhaftet:

Der Bewohner eines Einfamilienhauses an der Wallenmattstrasse in Kölliken überraschte am Samstag, 28. April 2012, kurz vor Mitternacht zwei Einbrecher. Diese waren auf einer Leiter zum Schlafzimmerfenster gestiegen und wollten dieses gerade aufbrechen.

Beim Anblick des Hausbewohners flüchteten die beiden sofort. Die Kantonspolizei fahndete sofort mit mehreren Patrulljen nach den Flüchtenden. Etwas später sichteten beteiligte Polizisten zwei Personen, die durch die Dunkelheit in Richtung Autobahnraststätte rannten.

Dort konnte die Kantonspolizei einen davon festnehmen. Dem zweiten gelang trotz weiterer Fahndung die Flucht. Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 35- jährigen Rumänen ohne festen Wohnsitz in der Schweiz.

Er trug Einbruchswerkzeuge auf sich und hat inzwischen bereits zugegeben, mit einem Landsmann mehrere Einbrüche begangen zu haben. Tatsächlich wurden der Kantonspolizei zur fraglichen Zeit in Kölliken weitere drei Einbrüche in Einfamilienhäuser gemeldet.

Dabei erbeutete die Täterschaft Bargeld und Schmuck. Die Kantonspolizei muss die genauen Zusammenhänge allerdings noch klären. Bei der Raststätte fand die Kantonspolizei zudem das parkierte Auto der Rumänen.

Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eröffnete eine Strafuntersuchung und setzte den mutmaßlichen «Kriminaltouristen» für weitere Ermittlungen in Haft.

Mit Einbrechern muß immer gerechnet werden:

Die Einbruchdiebstähle dieses Wochenendes zeigen, daß Einbrecher Tag und Nacht aktiv sind. Dabei spielen Jahreszeiten keine große Rolle mehr. Auch zeigt sich, dass die Täter ihre Objekte spontan aussuchen, ohne diese zuvor lange erkundet zu haben.

Die Erfahrungen bestätigen, dass nicht größere Banden am Werk sind, sondern Kleingruppen von zwei oder drei Personen oder aber Einzeltäter. Oft durchstreifen gleich mehrere solcher Einbrechertrupps den Kanton, wobei diese sehr mobil sind.

Dies erschwert die Fahndung für die Polizei erheblich. Die Zahl der Einbruchdiebstähle bewegt sich im Aargau nach wie vor auf hohem Niveau. Die Kantonspolizei mahnt zu erhöhter Wachsamkeit. Verdächtige Personen sollten sofort der Polizei gemeldet werden (Notruf 117)

Quelle: www.polizeibericht.ch